Produktentwicklung bei C + P.

Tüfteln, Zeichnen, Schrauben und Perfektionieren:

Produktentwicklung von der Idee bis zur Marktreife.

Auf seiner Visitenkarte steht „Produktentwicklung“. Doch eigentlich ist Dipl.-Ing. (FH) Georg Wagner Geburtshelfer. Aber eben nicht für Menschen, sondern für neue Lösungen und Produkte im Hause CHRISTMANN + PFEIFER.

Er begleitet Ideen bis zur Umsetzung, sucht Lösungen und Verbesserungen wenn es mal hakt, entwickelt Maschinen und verhilft den unternehmenseigenen Marken und Produkten zur Marktreife. Ein Daniel Düsentrieb. Er tüftelt und zeichnet, schraubt und treibt voran. Egal welches Baby gerade an der Reihe ist: es soll gesund zur Welt kommen. Steckenbleiben ist keine Option.

Erst Ausbildung, dann Studium

Von Hause aus ist Georg Wagner Maschinenbauingenieur. Alles beginnt aber damit, dass er Mitte der 1990er Jahre eine Ausbildung zum Konstruktionsmechaniker für Metall & Schiffbautechnik bei CHRISTMANN + PFEIFER beginnt.

Er wollte in die Praxis – das Sitzen auf der Schulbank hatte schon lange seinen Reiz verloren. Also wird Metall sein Werkstoff. Er erlernt, wie man damit umgeht: biegen, löten, fräsen, bohren, walzen, umformen. Und plötzlich macht auch die Schule wieder Spaß. Es ist nicht mehr Theorie versus Praxis. Theorie und Praxis ergänzen sich. Georg merkt, dass gerade dieser Doppelpack für ihn den Reiz ausmacht.

Er zieht seine Abschlussprüfung vor, schließt mit Bravour ab und findet seinen Platz nach der Ausbildung am zweiten Heftplatz in der Breidenbacher Stahlbaufertigung. Doch er möchte mehr, will sich weiterentwickeln und entscheidet sich deshalb für eine weitere Runde auf der Schulbank.

Er absolviert sein Fachabitur und studiert im Anschluss in Gießen Maschinenbau. Schwerpunkt: Allgemeiner Maschinenbau – das umfasst die Bereiche Konstruktion und industrielle Produktion, also die Methoden auf dem Weg zum Produkt.

Während des Studiums bleibt er Praktiker. Parallel jobbt er sich durch die Industriebetriebe des Marburger Hinterlandes, abends, am Wochenende, in den Semesterferien. Hier gibt es Maschinenbauer, Formenbauer, Autozulieferer, Fahrzeugbauer, Sondermaschinenbauer. Und alles hat seinen Reiz.

„Ingenieurswissenschaftliches Know-how plus Kreativität plus handwerkliches Tüfteln – das ist für mich DIE Formel für einen erfüllenden Job."

Georg Wagner, Produktentwickler bei CHRISTMANN + PFEIFER

Praktischer Theoretiker – oder theoretischer Praktiker?

2014 findet er nach einigen Berufsstationen seinen Weg zurück zu CHRISTMANN + PFEIFER. Als wahlweise praktischer Theoretiker oder theoretischer Praktiker unterstützt er zunächst die Entwicklung des Prototyps für das erste C + P Modulgebäude, das damalige GlobalHome.

Immer dann, wenn technische Lösungen gesucht werden, Handling und Umsetzung vereinfacht oder realisiert werden sollen, darf Georg Wagner ran. Die Containermodule brauchen einen besseren Antrieb für die Klappen? Kein Problem. Wie können gekoppelte Klappen in der Aufstellung verbessert werden, damit sie auch auf engstem Raum funktionieren?

Ebenso ist er bei der zweiten großen Produktentwicklung als Tüftler dabei. Die Idee kam aus den eigenen Reihen: Ein vorgefertigtes Parkdecksystem, das als Baukasten für Parkhäuser dient. Georg Wagner ist Teil des Teams, das diese Idee Realität werden lässt.

Heute, Jahre später, ist das Preflex® Parkhaus einer der jüngsten Verkaufsschlager. Am Anfang standen ganz praktische Fragen: Wie bauen wir die Formen für die Produktion der Betonplatten? Wie kann ein Außenrüttler angebracht werden, wie können die Parkdeckplatten nach dem Trocknen gewendet werden? Das sind die Aufgaben, für die er im Arbeitsalltag Lösungen sucht.

Seine Ideen gibt er in Form von Zeichnungen und Skizzen weiter und perfektioniert so lange, bis das Ergebnis stimmt.

Ingenieurs-Know-how und Kreativität perfekt vereint

Das einzige, was sein Arbeitsplatz nicht zu bieten hat, ist irgendeine Form von Standardisierung und Konstanten. Für Georg Wagner macht gerade das den Reiz aus. Ingenieur sein und gleichzeitig als kreativer Kopf arbeiten – dass diese Kombination einmal seinen Arbeitsalltag bestimmen würde, hätte er selbst am allerwenigsten vorausgeahnt.

Eine Beobachtung, die auch Personalchefin Ulrike Bonacker teilt: Mit der Ausbildungswahl wird oft ein entscheidender Grundstein gelegt. Für den weiteren Berufsweg ist dieser aber nicht allein entscheidend.

„Vor allem sind es aufmerksame Mentoren, Ausbilder und Kollegen, die einem die eigenen Stärken gut spiegeln. Wenn man sich darüber hinaus noch selbst gut reflektieren kann, entwickelt man sich weiterhin automatisch in eine Richtung, die der eigenen Persönlichkeit und den Fertigkeiten gleichermaßen entspricht.“

„Passt genau“ ist das Abschlusscredo, wenn Georg Wagner an einer seiner Ideen bis ins Detail feilen konnte. Und auch sein Job passt genau– und zwar genau zu ihm.