Die Geschichte der Nachhaltigkeit.
Vom Wald ins Weltgeschehen.

Nachhaltigkeit – der Begriff begegnet uns mittlerweile überall. Doch je häufiger er fällt, desto unschärfer scheint mitunter seine ursprüngliche Bedeutung zu werden.
Wer der Bedeutung des Begriffs auf den Grund geht, findet sich überraschenderweise im 18. Jahrhundert wieder. Zu dieser Zeit prägte sie ein Oberberghauptmann aus Freiberg mit einem revolutionären Gedanken: Man solle nur so viel Holz schlagen, wie der Wald auch wieder nachproduzieren kann.
Nach über 250 Jahren hatte der Gedanke der Nachhaltigkeit sein Revival. Die Umweltbewegung griff ihn auf und die Weltkommission für Umwelt und Entwicklung prägte schließlich die heute geläufige Definition.
Nachhaltigkeit bedeutet, die Bedürfnisse der Gegenwart zu erfüllen, ohne künftige Generationen einzuschränken.
Heute geläufige Definition des Begriffs "Nachhaltigkeit"
Ein Begriff im Wandel der Zeit
Nachhaltigkeit: von den Anfängen bis zur modernen Bauindustrie
Aufbruchsstimmung (1925 – 1939)
Zu Zeiten der Gründung von C + P im Jahr 1925 wurde die Industrie nach dem ersten Weltkrieg langsam neu aufgebaut. Allerdings war besonders im hessischen Hinterland die Infrastruktur schlecht entwickelt: Straßen waren kaum ausgebaut, Transportwege lang und oft schwer passierbar und die Versorgung mit Energie oder überregionalen Rohstoffen war unsicher. Es wurde auf regional verfügbare Ressourcen gesetzt – aus heutiger Sicht ein durchaus nachhaltiger Ansatz.
Krieg und Nachkriegszeit (1939 – 1950)
Nach der zerstörerischen Kraft des zweiten Weltkrieges muss Deutschland erneut aufgebaut werden. Aufgrund der angespannten Wirtschaftslage und der mangelnden Ressourcen wird der Nachhaltigkeitsgedanke aus Notwendigkeit gelebt. Damals wurde auf Langlebigkeit gesetzt und Dinge repariert statt entsorgt.
Wirtschaftswunder (1950 – 1970)
In den Jahren darauf folgte ein Wirtschaftsaufschwung, bei dem der Fokus besonders auf Wachstum und Schnelligkeit lag. Die Materialien waren günstig und mussten daher nicht eingespart werden. Mit der Industrialisierung begannen die CO2-Emissionen und der Energieverbrauch zu steigen. Die zuvor gelebte Sparsamkeit war aus der Mode.
Umweltbewegung (1970 – 1990)
Mit den Ölkrisen und der Bewegung für mehr Umweltschutz trat die Nachhaltigkeit als solche auf den Plan. In den Anfängen wurde sie durch erste Wärmeschutzverordnungen und die Forderung von Abfallvermeidung und Energieeffizienz gelebt. Zum ersten Mal wurde Nachhaltigkeit aktiv gedacht – nicht aus Mangel, sondern aus Einsicht.
Nachhaltigkeit als Gesetz (2000 – 2010)
Die Jahrtausendwende brachte die ersten Gesetze in Bezug auf Nachhaltigkeit mit sich. Es wurden EU-Richtlinien veröffentlicht und die ersten Zertifizierungssysteme wie das DGNB entstanden. Mit den ersten Lebenszyklusanalysen wurde die langfristige Performance von Gebäuden gemessen.
Nachhaltigkeit als Innovationstreiber (2010 – 2025)
Die steigenden Emissionen drängen zunehmend zum Handeln. Es werden global Klimaziele gesetzt und CO2-Bilanzen ermittelt. Auch C + P stellt sich mit seiner traditionsreichen und bewegten Geschichte diesen Herausforderungen und passt sich mit innovativen Produkten und Projekten diesen Anforderungen an. Es geht nicht mehr lediglich darum sparsam zu sein, sondern intelligent und effizient zu bauen.
Was bleibt?
Ein Blick zurück zeigt: Nachhaltigkeit war nie nur ein Trend. Sie war mal unbeachtet, mal überlebenswichtig, mal gesetzlich verankert – aber immer ein Spiegel der Zeit.
Und für ein Unternehmen wie C + P, das seit 100 Jahren im Bauwesen verwurzelt ist, bedeutet Nachhaltigkeit vor allem eines: Verantwortung.